WÖLFE

Eine sechs monatige Auseinandersetzung mit alten Mythen, archaischen Themen rund um die Rückkehr der Wölfe

Wolfscredo

Achte die Älteren
Unterweise die Jungen

Kooperiere mit dem Rudel

Spiele, wenn du kannst
Jage, wenn du musst
Ruh dich aus dazwischen
Teile deine Zuneigung
Gib deinen Gefühlen Ausdruck

Hinterlasse deine Spuren.

- Del Goetz

Bei dem Projekt „Wölfe“ geht es um ein Tier, das als Wiederkehrer in seine alte Heimat, unsere Landschafts- und Kulturräume zurückkehrt. Der Wolf ist als ambivalente Figur und als Motiv in unzählige Geschichten, Mythen und Märchen eingeflossen und in den letzten Jahren schleicht er sich selbstbewusst in unser Leben. Ich sehe eine Dringlichkeit über das gewählte Thema, gesellschaftlich relevante Begebenheiten künstlerisch zu verarbeiten. Und für mich gilt grundlegend: Kunst ist ein Werkzeug für sozialen Wandel.

Bei diesem interdisziplinären und partizipativen Projekt wird sich eine gemischte Gruppe von Profitänzer:innen, Musiker:innen und interessierten Laien-Performer:innen zusammenfinden, um sich im Winterhalbjahr künstlerisch mit dem Wolf und übergeordnet mit sozialen Strukturen, alten Mythen, und tiefwurzelnden Gefühlen auseinanderzusetzen. Jede*r Mitwirkende:r wird seine*ihre ganz persönlichen Thematiken mit einbringen, individuell und in der Gruppe erforschen und vertiefen. Es werden von allen selbst hergestellte Wolfsmasken entstehen, die als zentrales Mittel den Prozess unterstützen, mit denen die Mitwirkenden sich verwandeln und damit spielen, sich einfühlen, konfrontieren, Gefühle durchleben und transformieren.

 

Mir geht es in dieser Arbeit um genau das – mit dem Maskenbau in tiefe schöpferische Prozesse einzu- tauchen und um ein Einfühlen und Mitfühlen in andere Lebensformen. In Zeiten der Maskenpflicht in öffentlichen Räumen ist es umso brisanter, sich bewusst dem Eigenleben von Masken zuzuwenden.

Dieses spartenverbindende Kunstprojekt wird in eine Serie von Performances münden, die im März 2022 zum BETA Stage Festival in Bern uraufgeführt werden.

Die Annäherung an den Wolf geschieht in einen sechsmonatigen Forschungsformat, wo von Ende Oktober 2021 bis Mitte März 2022 läuft und ein gesundes Eintauchen garantiert. Es ist auch ein Natur-Retreat an einem Naturort angedacht bzw. immerwieder einzelne Tage wo wir nur draussen sind.  Alle anderen Termine finden teils im TanzKunstWerk in den Berner VIDMARhallen statt.


Im März 2022 werden die Essenzen unserer Auseinandersetzung in Performances mit rituellem Charakter vor einem Publikum beim BETA Stage Festival Bern uraufgeführt. Details dazu entwickeln und offenbaren sich während des künstlerischen Schaffensprozesses.


Über Methoden der Kunst (Malerei, Poesie, Bildhauerei, Maskenarbeit, Musik, Tanz & Performance), Körper- & Naturarbeit, Bewegungsimprovisation und Scoring nähern wir uns auf verkörperte Weise den Themen die der Wolf in uns auslöst an.

Während der Zeit wird begleitend gefilmt und ein Dokumentar- und Kunstfilm entstehen.

Hier ein aktueller Zeitungsbericht der "JungfrauZeitung" über das Projekt, mit Videointerview von Jocelyne Pagehttps://mobile.jungfrauzeitung.ch/artikel/193416/

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künstlerische Leitung:

Ralf Assmann

Dokumentation:

Salmen Saidi

Tanz/Performance:

Berta Alig

David Stickler

Gabriela Brugger

Heike Wintz

Massimo Bertinelli

Remo Ryser

Sheila Runa Lindauer

Musik:

Adaya

Buck Curran

Daniel Haas

Matthias Lincke

Méander 

Sounddesign:

Theo Känzig

Konzept:

Juliane Seifert & Ralf Assmann

Zeitplan: 

29.10. - 31.10.2021 - Kennenlernen und Maskenbau

26.11. - 28.11.2021 - Fertigstellung der Masken & tieferes eintauchen

10.12. - 12.12.2021 - Life-Art-Prozesse, Research, Explorationen

28.01. - 30.01.2022 - Weiterführung Life-Art-Prozesse

25.02. - 27.02.2022 - poetische Zusammenfassung der Auseinandersetzung

09.03. -13.03.2022 - Proben und Performances zum BETA Stage Festival Bern

*Auf dieser Reise ist jede:r eigenverantwortlich für seinen eigenen Prozess und die Sachen die der Workshop in einem auslöst. Was ich vermittle und wozu ich einlade sind weder therapeutische noch spirituelle Konzepte, sondern rege ich an zum "Hinschauen". Das heisst, zur ebenso kompromiss- wie absichtslosen Selbsterforschung jenseits von "Gut und Böse, Schwarz und Weiss".

Wo:

TanzKunstWerk, VIDMARhallen, 1. Stock, Raum 119, Könizstrasse 161 Liebefeld/ Bern 

& ausgewählten Naturorten rund um Bern

www.tanzkunstwerk.ch

Ich freue mich auf diese Reise!

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RalfWolf Portrait
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Playfights
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