Performance

“Wenn wir durch unseren kreativen Ausdruck die ursprünglichen Quellen unserer körperlichen Weisheit anzapfen, tanzen wir die Regeneration, Wiederherstellung und Heilung von uns selbst und unserer Welt.”

Anna Halprin

Arbeiten & Projekte

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Abgrundhoch

Kunstfilm/ 10 Min /2019/ Schweiz & Südtirol

Ein poetischer Exkurs zum Klimawandel. Auf deutsch mit englischen Untertiteln. Dieser Kurzfilm, ist ein poetisches Destillat mehrerer Wanderungen in den Alpen. "Abgrundhoch" wirft auf eine poetisch-philosophische Weise Fragen zum Klimawandel und unserer modernen Existenz auf und regt zum stillen nachdenken, entspannen und ausatmen an. Er zeigt ruhige Einstellungen eines schweizer Alpin und eines Südtiroler Bergsees. In Kokreation mit der luxemburgischen Malerin und Performerin Jill Michels.

BESTIARIUM

Meander Art Kollektiv/ Performance/ 2019/ Bern

„Bestiarium“ bespielte in einer ortsspezifischen, einstündigen Performance zum BETA-Stage Festival die VIDMARhallen in Bern. Es erzählt in futuristischen Szenarien über das Verschwinden einzelner Tierarten. In seiner Form war die Performance ein ästhetisches und poetisches Ritual. Das Publikum wird an die bedrohten Aspekte unseres gemeinsamen Lebens auf der Erde mitfühlend erinnert. Mittels Tanz, Musik, Sprache und dem Einsatz von Tiermasken wurde ein Gesamtkunstwerk erschaffen.

Stimmen der Bäume

Kollektivperformance/ September 2019/ Bern

Zum Auftakt des Kimastreiks (am 27.09) zogen wir, ein KünstlerInnen-Kollektiv aus Bern zum Bundesplatz vors Parlament und durch die Strassen der Schweizer Hauptstadt. Intention war es verschiedene Bäume aus verschiedenen Weltteilen in die Stadt zu bringen und durch Tanz, Choreografie und eine Sound-Stimmencollage die Pflanzen sprechen zu lassen. Wir bewegten uns in der Langsamkeit inmitten des Stadtbetriebs, waren geborgen unter uns und mit den Bäumen und gaben diese Stimmung auch an die vorbeikommenden Passanten weiter. Mitwirkende:
Camille Merithoz, Chris Leuenberger, Irina Bürgi, Ralf Assmann

Der Wald als Partitur

interdisziplinäres Performanceprojekt/ Juni 2016 

Re-Enter Company, Melle (D)

Wie klingt der Wald? Was fragen die Bäume?

Wie stehen sie zueinander? Liebt der Wald den Menschen? Hat er Zeit? Wovon träumt er? Wie tanzt er?

Was erzählt er? Wie schmeckt er? Und wo sind wir?

 

Das Projekt DER WALD ALS PARTITUR erforscht im ästhetischen Experiment. Es lässt sich auf einen inspirierten und assoziativen Dialog mit dem Wald ein. Dringt tastend und ahnend in Kreisläufe und Netzwerke des Waldes vor. Alle KünstlerInnen entwickelten gemeinsam diese spartenübergreifende Kollektiv-Komposition mit Tanz, Musik und Texten.

Crescendo - lauter werden

Solo / 2015 & 2017/ HfBK Dresden &

Füürfescht Emmental (CH)

Crescendo ist ein lauter werden, ein sich steigerndes erklingen und sich einbrennen in Mark und Bein, in Raum und Zeit.

Der tanzende Körper bahnt sich seinen Weg durch den Raum und wird dabei mehr und mehr zur Materie, die zurückbleibt, als Skulptur und als Erinnerung. Die Bewegungsspur, die hier in recyceltem Wellpappe sichtbar wird, zeigt ein vorher Unsichtbares Muster, welches in Erscheinung tritt. Ein sich vor und zurück bewegen, aus der eigenen Ohnmacht, hin zur Selbstermächtigung und verändernden Kraft. Crescendo verkörpert die Vision und suchende Absicht, zwischen Gewesenem und dem sich hingebungsvoll Neuen.

Indem ich zwei Jahre später, die Skulptur in einem kollektiven Ritual dem Feuer übergab, lud ich dieses Neue in einer weiteren Performance, auf einem Berg im schweizer Emmental ein. Es wirkte wie ein hingebungsvolles Gebet, für mehr Mut sich selbst zu sein und seine innere Wahrheit noch mehr zu leben und ins Licht dieser Zeit zu stellen.   

DUST DIALOGS

Improvisationen im Nebel/ Mai 2019 

Dampfzentrale Bern

Ein Nebelraum und vier Tänzer im Dialog mit dem nicht Sichtbarem. Mimik, einzelne Bewegungssequenzen und Gebärden bekommen Gewicht im Zusammenspiel. Eine poetische Erkundung.

Vaterliebe

künstlerischer Abschiedsprozess von meinem Vater

Malerei, Skulptur, Videoportraits, Rituale & Poesie/ April 2020, TanzKunstWerk Bern

Während mein Vater wegen einer schweren Herzoperation, im Spital auf der Intensivstation lag, begann ich mich über Kunst und Rituale mit ihm aus der Ferne zu verbinden. Eine wertvolle Zeit, inmitten der Corona-Krise, wo keine Besuche möglich waren. Alles was da seinen Ausdruck fand, waren Gebete. Ein sehr persönlicher Prozess, eines Abschieds voller Würde und Liebe eines Sohnes an seinen Vater... Peter Werner Assmann schlief einen Tag vor seinem Geburtstag am 16.04.20 ein. 

Liebesbrief an meinen Vater / Ritual

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